1. Mai Feier 2026 der SP Münchenbuchsee – mit Cédric Wermuth

Die SP Münchenbuchsee durfte am 1. Mai 2026 zahlreiche Gäste aus Münchenbuchsee und befreundeten SP-Sektionen zur diesjährigen 1. Mai Feier begrüssen. Nach einem geselligen Apéro im Garten und einem feinen Menu, zubereitet von Chefkoch Peter Kast, hielt unser diesjähriger Gastredner Cédric Wermuth, Co-Präsident der SP Schweiz, eine engagierte Rede.

Zusammenfassung der Rede

Cédric Wermuth begann mit einer ernüchternden Bestandsaufnahme: Der globale Liberalismus sei gescheitert – an der Finanzkrise, der Kaufkraftkrise, der wachsenden Ungleichheit und der Klimakrise. Aus diesem Versagen speist sich seiner Analyse nach der globale Rechtsruck, den er auf drei Ursachen zurückführt.

Erstens die Pleite des neoliberalen Kapitalismus: Jahrzehntelang wurden Märkte liberalisiert, der Staat zurückgedrängt und der Profit über das Gemeinwohl gestellt – mit verheerenden Folgen für die Mehrheit der Bevölkerung. Wer in dieser Lage Schutz in nationaler Abschottung suche, handele nicht irrational.

Zweitens die Rolle des Grosskapitals: Der Rechtsruck sei keine Bewegung von unten, sondern werde von mächtigen Kapitalinteressen finanziert und gelenkt – eine «passive Revolution» (Gramsci), die das System scheinbar umwälzt, um seinen Kern zu erhalten.

Drittens der Widerstand gegen gesellschaftlichen Fortschritt: Ein Teil des Rechtsrucks sei ein Aufstand gegen die Gleichstellung von Frauen, Migrant:innen und queeren Menschen. Wermuth wies die Kritik, die Linke habe sich zu sehr um «Randthemen» gekümmert, klar zurück: Der Schutz der Schwächsten nütze immer allen.

Für die SVP-Volksinitiative zur Begrenzung der Bevölkerungszahl hatte Wermuth deutliche Worte: Sie ziele nicht auf weniger Migration, sondern auf billigere, rechtlose Arbeitskräfte – und versuche, Migrant:innen als Sündenböcke für Probleme hinzustellen, die durch die Politik der SVP selbst mitverursacht wurden.

Am Schluss rief Wermuth dazu auf, Politik im Alltag anzusetzen – bei der Würde der Menschen: beim Zugang zur Hausärztin, bei fairen Löhnen und Renten, bei zahlbaren Mieten und Prämien, beim Schutz vor Gewalt. Genau darum gehe es am 1. Mai: um Respekt und Würde für alle.

Das reichhaltige Dessertbuffet rundete den gelungenen Abend ab.

Der SP-Buchsi Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei allen Gästen für ihr Interesse und ihren Besuch.

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